Freitag, 25. Januar 2019

Cyberkriminalität – Ein Kompass im Buzzwort-Dschungel

Datenklau, Betrug, Erpressung von Schutzgeldern: Die Welt des Verbrechens verlagert sich zunehmend ins Netz. Immer häufiger ist die Polizei mit Straftaten konfrontiert, bei der die Digitalisierung eine Rolle spielt. Um an Zugangsdaten von Internetnutzern zu gelangen oder fremde Computer mit schädlicher Software zu infizieren, wenden Hacker und Cyberkriminelle mittlerweile einen bunten Strauss an Methoden an. Das Bundesamt für Polizei unterscheidet heute mehr als 20 Phänomene von «Cybercrime». Hier die gängigsten:

Phishing

Die häufigste Form der Cyberkriminalität. Dabei versenden Kriminelle in der Regel Emails mit gefälschten Absenderadressen oder melden sich telefonisch bei ihren Opfern und geben sich als Mitarbeitende von Softwareherstellern oder Banken aus. Sie versuchen, sich unter falschem Vorwand Passwörter oder Zugangscodes zu erschleichen. Die so ergaunerten Daten nutzen sie entweder selbst für Missbräuche oder verkaufen sie an Dritte weiter.

Infizierung mit Malware / Spyware

Ebenfalls sehr verbreitet. Malware ist der Sammelbegriff für Programme (z.B. Viren), die Schaden anrichten. Eine häufige Form ist die Spyware (Spionagesoftware). Sie wird in der Regel beim Surfen auf dubiosen Websites, durch Herunterladen von falscher Sicherheitssoftware, Öffnen von infizierten Anhängen oder Dateien übertragen. Ist der Computer infiziert, kann sich ein Angreifer Einsicht zu Daten verschaffen oder z.B. Überweisungen von fremden Konten in die Wege leiten.

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Romance Scam

Betrüger eröffnen auf Singlebörsen gefälschte Profile und werben so um ihre Opfer. Dabei gaukeln sie Verliebtheit vor und stellen Treffen in Aussicht. Sobald die Opfer, meistens Frauen, Gefühle entwickeln, werden sie ausgenutzt und betrogen. Meistens werden sie aufgefordert, Geld zu überweisen, um dem vermeintlichen Internet-Partner aus der Patsche zu helfen.

Sextorsion

Bei dieser Form von vorgespieltem Flirt im Internet sind in der Regel Männer die Opfer. In sozialen Netzwerken oder auf Singlebörsen werden sie kontaktiert und dann via Videokommunikations-Plattform zu sexuellen Handlungen verführt, die aufgezeichnet werden. Unter der Androhung, das Bildmaterial ins Internet zu stellen, wird das Opfer in der Folge erpresst.

Police Ransomware

Der Computer wird durch eine Schadsoftware blockiert. Es erscheint eine vermeintlich behördliche Mitteilung, mit der betroffene Person zur Bezahlung einer Busse aufgefordert wird, damit der Computer wieder entsperrt werden kann.

Identitätsdiebstahl

Die Betrüger sammeln und kopieren im Internet frei zugängliche Daten und Fotos eines Opfers und erstellen damit ein Profil. Mit der fremden Identität können zum Beispiel Konti auf verschiedenen Plattformen eröffnet, Waren bestellt oder Aufträge erteilt werden.

Grooming

Betrüger nehmen hauptsächlich in Chatrooms Kontakt mit Minderjährigen auf. Mittels Komplimenten, Aufmerksamkeit und Verständnis bauen sie ein Vertrauensverhältnis zum Opfer auf und versuchen, an intime Details und Nacktbilder zu gelangen. Von den Opfern unvorsichtig übermittelte Fotos werden anschliessend gebraucht, um es zu erpressen oder zu weiteren Aufnahmen zu nötigen.

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